Laslo on tour

Laslo on tour

Hallo liebe Newsletter-Leser,

hier folgt ein Update von der Tour und wie es bei den letzten Turnieren gelaufen ist.

Ende November bis Mitte Dezember 2016 spielte ich drei Turniere in Ägypten, die jeweils mit 10.000$ dotiert waren. Alle drei Turniere fanden auf der gleichen Anlage, unweit von Kairo statt.

Mein Zimmerpartner für die gesamten drei Wochen war Julian Onken aus Hamburg, den ich schon im Mai 2016 kennenlernen durfte. Julian und ich verstanden uns auf Grund unserer professionellen Einstellung zum Training, dem Essen und den Ruhezeiten sehr gut.

Schon am ersten Trainingstag war klar, dass wir uns auf magere Platzverhältnisse und ungewöhnlich viele Platzfehler einstellen müssen.

Beim ersten Turnier gewann ich meine Erstrundenpartie trotz starken Windes und schlechter Platzverhältnisse souverän mit 6:4 6:4. In der zweiten Runde wartete auf mich direkt die Nummer 2 der Setzliste, André Gaspar Murta aus Portugal (Position 570 der Weltrangliste), der einen guten Eindruck in der ersten Runde hinterlassen hatte.

Wir spielten am windigsten Tag der drei Wochen gegeneinander. Es gab kuriose Punkte. So spielte mein Gegner ein Ass gegen mich, bei dem der Ball zweimal im Aufschlagfeld landete. Der Wind war so stark, dass der Ball wieder in Richtung Aufschläger ging. Überhaupt mussten unsere Aufschläge mehrmals wiederholt werden, da der Wind öfter einen brauchbaren Ballwurf verhinderte. Das führte dazu, dass ich mehrmals von unten aufgeschlagen habe, da mich diverse Rahmentreffer und Doppelfehler beim Aufschlagen verunsicherten.

Mein Gegner startete sehr gut in die Partie und gab mir wenig Möglichkeiten, ihn unter Druck zu setzen. Der erste Satz ging mit 1-6 verloren. Im zweiten Satz lag ich zwar auch direkt mit einem Break hinten, konnte mich aber „reinbeißen“. Ich bekam mehr Sicherheit bei dem Wind und fand mich auf einmal bei 5:3 und eigenem Aufschlag wieder. Einen Satzball konnte ich nicht nutzen und er drehte die Partie wieder zu seinen Gunsten. Nun servierte er bei 6:5 für sich zum Matchgewinn. Ich glaubte nicht mehr an den Sieg und sah mich schon die nächsten Tage fleißig für die kommenden Turniere trainieren. Dass ich nicht an den Sieg glaubte, hieß aber nicht, dass ich den Kopf hängen ließ oder nicht weiter alles geben würde. Es war für mich aber nicht vorstellbar, dass ich aus dieser Situation als Sieger hervorgehen könnte. Meine Chance zum Satzausgleich hatte ich ja bereits. Jetzt war folgerichtig, dass ich dafür die Strafe bekomme.

Bei solchen Spielsituationen setzt bei mir meistens ein Modus ein, den ich Euch als Tipp mit auf den Weg geben möchte:

Sobald der Sieg aussichtslos scheint, setzen bei mir die Gedanken eines Matchgewinns aus. Ein positives Ende ist nun in weiter Ferne. Das würde mich mental „herunterziehen“ an einen möglichen Sieg zu denken und die Konzentration auf das Hier und Jetzt wäre nicht gegeben. Was wirklich zählt in solchen Momenten ist der nächste Schlag und der nächste Punkt der gespielt wird. Wenn man es schafft, seine Konzentration ausschließlich auf den nächsten Punktgewinn zu richten, kann man andere Gedanken wegschieben, die einen daran hindern, locker zu bleiben oder den Schlag korrekt auszuführen.

Jetzt fragt Ihr Euch bestimmt, warum ich mich nicht beim Satzball auf den nächsten Punkt konzentriert habe, um in den dritten Satz zu gelangen. Ich wollte unbedingt den Punkt gewinnen und habe mich konzentriert, konnte aber wahrscheinlich nicht alle anderen Gedanken ausblenden, die mir genau den Tunnelblick verschafften, den ich soeben beschrieb.

Zurück zum Spielgeschehen:

Mein Punkt-für-Punkt-Modus war aktiv und ich konnte den ersten Breakball nutzen, um einen Tiebreak zu erzwingen. Ich gewann auch diesen und konnte meine Einstellung in den dritten Satz mitnehmen. Im dritten Satz dachte ich nicht einmal daran zu gewinnen, sondern befand mich weiterhin im Punkt-für-Punkt-Modus. Der dritte Satz ging dann mit 6-2 an mich und in der nächsten Runde wartete nun ein noch viel schwächerer Gegner auf mich.

Ich gewann im Viertelfinale glatt mit 6:1 und 6:3 gegen einen Qualifikanten der sich durch seine sehr lauforientierte Spielweise bis dorthin vorkämpfen konnte. Da er wenig Möglichkeiten besaß, um mich ernsthaft unter Druck zu setzen, hatte ich das Match unter Kontrolle.

Das Halbfinale wiederum versprach einen starken Gegner aus Russland namens Alex Igoshin. Ein aufschlagstarker Spieler mit einer Vorhand, die mich einige Male alt aussehen ließ. Er war aber auch dafür bekannt, viel zu fluchen und öfter den Schläger zu werfen. Dies tat er auch regelmäßig in Satz eins, den ich mit 6:2 für mich entschied. Dabei kassierte er eine Verwarnung für exzessives Schlägerwerfen und wurde für seine Wortwahl nach Punktverlusten ermahnt. Im zweiten Satz wurden meine Returns zu kurz, so konnte er sein aggressives Spiel besser umsetzen. Mit einem Break Vorsprung gewann er den zweiten Satz 6:3 und ich hatte das Gefühl, dass mich meine kurzen Bälle das Match kosten könnten. Es war ein sehr enger dritter Satz und nach einem 2:4 Rückstand musste ich den Physio rufen. Er musste mehrere Blasen behandeln, die durch meine neuen Schuhe verursacht wurden. Ich hatte das schon vor der Begegnung behandeln lassen, aber während des Matches hat sich die unangenehme Blase so sehr gerieben, dass sie aufging und scheuerte. Das war schmerzhaft und mein Gegner nahm es erstmal hin, dass ich behandelt wurde. Als es wieder ging, wollte ich unbedingt meinen Aufschlag halten, um bei 3:4 noch eine Chance zu haben. Ich gewann das nächste Spiel und bei 3:4 konnte ich ihm auch den Aufschlag abnehmen. Sichtlich unzufrieden machte er eine Bemerkung, wie verletzt ich doch gewesen sei und nun normal laufen konnte. Beim nächsten Ballwechsel kassierte er einen nicht returnierbaren Platzfehler und ich musste alles tun, dass das Karma auf meiner Seite blieb.

Ich ging mit 5:4 in Führung und spielte bei seinem Aufschlag sehr gute Punkte, um bei 15:40 selbst Matchbälle zu haben. Beim Punktverlust zum 15:40 gab es wieder einen russischen Monolog mit Schimpfwörtern, die wohl jeder mal gehört hat. Da verpasste ihm der Schiedsrichter eine zweite Verwarnung. Diese zweite Verwarnung bedeutete für ihn einen Punktverlust, den der Schiedsrichter so ausdrückte:" Warning Mister Igoshin. Verbal abuse. Point Penalty. Game, set and Match Urrutia Fuentes." Die konsequente Entscheidung des Schiedsrichters war sicherlich überraschend, aber beschweren wollte ich mich natürlich nicht.

Mein zweites Finale bei einem Weltranglistenturnier stand nun an und es wurde eine enge Partie vorausgesagt. Der Gegner hieß Jay Clarke aus Großbritannien und er machte einen grundsoliden Eindruck im Turnier. Ohne Satzverlust zog der 18-jährige ins Finale ein.

Die ganze Woche behielt ich immer die gleiche Aufwärm- und Cool-down-Routine bei. Nach dem Match 10 Minuten auslaufen, um danach 5 Minuten im kalten Pool auszuharren. Abends dann eine Session mit der Blackroll (Massagerolle) und leichtes Dehnen. Somit fühlte ich mich bereit für das kommende Finale.

Wie erwartet gab er mir kaum freie Punkte und viele Ballwechsel musste ich selbst durch Netzattacken oder druckvolle Grundschläge beenden. Dies gelang mir die ganze Partie nicht konstant genug und ärgerte mich im Nachhinein sehr. Den ersten Satz konnte ich nach hartem Kampf und mehreren abgewehrten Satzbällen mit 7:6 für mich verbuchen. Augenscheinlich konnte ich seinen Willen etwas brechen und ging mit guter Körpersprache mit 3:0 im zweiten Satz in Führung. Auch im nächsten Spiel hatte ich einen Breakball, um die Führung auszubauen. Dies gelang mir diesmal nicht und irgendwie verlor ich jedes enge Spiel im Anschluss. Es war zum Verzweifeln, dass ich keinen Spielball mehr nutzen konnte und er anfing, die Bälle „auszugraben“. Spielerisch hatte ich auch nicht mehr viel zu melden. Es war sehr enttäuschend, dass es zum Schluss ein 7:6 3:6 1:6 wurde und ich meinen ersten Profititel verpasste. Der Punkt-für-Punkt-Modus griff nicht mehr, nachdem er die Wende herbeigeleitet hatte. Trotzdem konnte ich zufrieden mit den gewonnenen Punkten für die Weltrangliste sein.

Ich hatte nun zwei Tage Pause zum Regenerieren und Nachdenken.

Vor dem zweiten Turnier bekam ich beim Einspielen Schmerzen im Arm, die sich beim Aufschlag sehr stark zeigten. Ich hatte das Gefühl, dass mein Arm wegfliegt, sobald ich mit höherer Geschwindigkeit aufschlage. Mein Erstrundengegner spielte nicht sonderlich gut, so dass ich auch ohne schnelle Aufschläge einen 6:4, 6:4 Sieg einfahren konnte. Traurig war ich trotzdem, weil ich wusste, dass es so nicht erfolgreich weitergehen konnte. Der zuständige Physiotherapeut des Turniers, den man gratis aufsuchen konnte, legte mir ein Kinesiotape an, was etwas half. In der zweiten Runde wartete kein geringerer als Marcus Willis aus Großbritannien auf mich. Er wurde bekannt durch das Erreichen der 2. Runde in Wimbledon, wo er dann gegen Roger Federer verlor. Sein Erfolg war deshalb so einmalig, weil er vorher die Pre-Qualifikation und Qualifikation überstand, um dann den Top 100 Spieler Ricardas Berankis im Hauptfeld klar zu schlagen. Nach diesem großartigen Lauf triumphierte er bei einem Future in Kuwait, spielte aber sonst keine Turniere mehr.

Man hatte in Wimbledon schon mitbekommen, was für ein lässiger und umgänglicher Typ er zu sein scheint und genau so habe ich ihn auch kennengelernt. Vor dem Match sprachen wir noch miteinander und er erzählte von seinen Verbandsspielen in Deutschland, die er für den Marienburger SC spielte.

Auf dem Platz spürte ich dann, dass mein Aufschlag sich etwas verbessert hatte aber noch nicht bei 100% meiner Möglichkeiten lag. Durch den weiterhin starken Wind war dies auch nicht notwendig, da es mehr um die Trefferquote und Platzierung ging, als um die Schlaghärte. Er gab einem wenig Rhythmus durch seine unorthodoxe Spielweise, die sich durch Slice-Bälle auf der Rückhand und angriffslustige Schläge auf der Vorhand-Seite bemerkbar machte. Im ersten Satz konnte ich noch nicht begreifen, welche Schläge ich einsetzen muss, um die Ballwechsel an mich zu reißen. Dies kostete mich ein 3:6 im ersten Durchgang. Ich war nach den ersten Spielen aber überzeugt, dass ich meine Gelegenheit bei diesen Bedingungen bekommen würde. Im zweiten Satz konnte ich bei den meisten Ballwechseln das Geschehen bestimmen und somit meine Führung aufbauen. Man merkte ihm nun auch an, dass er nicht mehr ganz bei der Sache war. Bei 5:2 für mich setzte er sich ganz selbstverständlich auf meine Bank statt auf seine. Als ich ihn fragte, ob er sich wohl fühle, erkannte er das Missgeschick erst und wir mussten beide lachen. Den zweiten Satz konnte ich kurz danach für mich entscheiden. Nach diesem Teilerfolg spielte ich mich in einen kleinen Rausch und gewann den dritten Satz klar mit 6:0. Ein tolles Gefühl, jeden wichtigen Punkt gewinnen zu können. Das verleiht Flügel. Es lief einfach alles wie von selbst. Der Matchverlauf hat mich sehr überrascht. Vor einem Tag dachte ich noch, dass ich das Turnier wegen meiner Armschmerzen aufgeben müsste und nun stehe ich abermals im Viertelfinale.

Mein Fitnesslevel war jetzt dort, wo ich ihn haben wollte aber mein Arm machte mir immer noch Probleme.

In der nächsten Begegnung gegen den talentierten Ägypter Youssef Hossam (18) konnte ich nicht schnell genug aufschlagen. Mir wurde gesagt, wie gut der Junge spielen kann. Hammer Aufschlag, Bombenvorhand aber wacklige Rückhand. Ich ging relaxed in die Partie, weil es mir wie ein Bonus vorkam, im Viertelfinale zu stehen. Dieses Gefühl verhalf mir zu einer 3:0 Führung. Er wirkte ein wenig nervös, was für sein Alter durchaus verständlich war. Nach meinem guten Start fing nun aber unser talentierter Ägypter an, seine Vorhände zu zünden und überrollte mich quasi zu einem 3:6 . Meine Aufschläge waren zu harmlos. Meine Versuche, das Spiel zu dominieren, gingen in die Hose. Alles was ich nun versuchen konnte, war noch "tougher" zu spielen. Ich gab ihm wenig Geschenke und returnierte seine Aufschläge vor meiner Grundlinie, was ihm zum Nachdenken brachte, weil ich das nämlich sehr gut umsetzte. Alles lief nach Plan, was mir einen 6:1 Satzgewinn bescherte. Der dritte Satz war nun eine ausgeglichene Angelegenheit. Das Quäntchen Glück war auf meiner Seite, auch wenn er gefühlt immer am Drücker war, den Punkt zu gewinnen.

Ich servierte nach hartem Kampf bei 5:3 zum Match und war etwas nervös. Eine Art Nervosität, die mehr in Richtung " ich möchte nicht verlieren " ging, was einen oft daran hindert, das Spiel selbst in die Hand zu nehmen. Nun ging es los und auf einmal stand es 40:15. Ich war zu passiv und habe bis auf ein As bei 30:15 nur durch seine Fehler profitiert. Anstatt jetzt selbst die Initiative zu übernehmen, habe ich ihn weiter spielen lassen und er wehrte meine Matchbälle mutig ab. Ihm gelang das Break und eine Wende, die ich selbst durch meine Nervosität verursacht habe. Die nächsten zwei Spiele verlor ich auch, womit er nun zum Match servieren konnte. Anscheinend war er genauso nervös wie ich, denn er verwirkte seine Möglichkeit so kläglich, wie ich zuvor auch. Es stand nun 6:6. Das bedeutete erneut Tiebreak. Ich ärgerte mich sowohl über meine Armschmerzen als auch über die vergebenen Matchbälle. Mein Quäntchen Glück verhalf mir dann aber doch noch zu einem weiteren Matchball bei 6:5. Dass ich wieder zu passiv bei diesem Punkt agierte, brachte mich im Nachhinein selbst nur zum Kopfschütteln. Ich verlor das Match mit 7:9 im Tiebreak. Egal wieviel Matches man gespielt hat, man gerät immer wieder ins Staunen, wie sehr man sich selbst enttäuschen kann. Ich war inzwischen sehr enttäuscht von meiner Performance in den letzten Spielen des dritten Satzes. Das musste erstmal ein paar Tage geschluckt werden. Nichts desto trotz begab ich mich wieder auf die Trainingsplätze, um den Kopf frei zu bekommen.

Das dritte und letzte Turnier in Kairo war im Vergleich zu den vorherigen wesentlich schlechter besetzt. Ein paar gute Spieler haben sich entschieden, vorher zu gehen, weil ihnen zum Beispiel die Bedingungen missfielen. Plötzlich war ich auf der Setzliste an Rang 4, was sehr ungewöhnlich ist für eine Weltranglistenplatzierung, die ich zu diesem Zeitpunkt hatte.
Meine Auslosung war kein Selbstläufer, denn ich bekam es in der ersten Runde schon mit einem "Tricky Opponent" zu tun. Als ich das Match mit 6:4 und 6:4 gewann, war mir bewusst, dass sich die Viertelfinalniederlage nicht auf meine Spielweise ausgewirkt hatte. Die nächste Runde war noch leichter und der Gegner wurde mit 6:1 6:0 zum Flughafen geschickt. Im Viertelfinale kam es nun
zur Revanche gegen Youssef Hossam. Meine Aufregung war bei Null Komma Null, denn ich erwartete nichts von mir nach dem bereits absolvierten, enttäuschenden Match. Wir begannen beide sehr gut und es gestaltete sich ein Match auf gutem Niveau. Im ersten Satz musste ich seine Überlegenheit anerkennen. 4:6 für Hossam. Zumindest hatte ich keine Armschmerzen mehr, was mir zu leichteren Punkten verhalf. Aus brenzlichen Situationen konnte ich mich mehrmals mit meinem guten Aufschlag retten. Die Partie verlief weiterhin auf Augenhöhe, was zu einem Tiebreak führte. Er war am Drücker, sich das Match zu holen und hatte 4 Matchbälle im Tiebreak, die ich irgendwie abwehren konnte. Diesmal verspürte ich keine Nervosität, sondern einfach nur das Verlangen, das Zepter selber in die Hand zu nehmen. Bei 11:10 hatte ich nun meinen ersten Satzball bei eigenem Aufschlag. Woran habe ich gedacht? Innerlich war ich völlig ruhig, da ich mich in einer guten Position befand. Eigener Aufschlag beim Satzball. Läuft doch. Ich erinnerte mich aber auch, wie passiv ich meine Matchbälle im vorherigen Aufeinandertreffen gespielt hatte. Diesmal schwor ich mir, diesen Aufschlag volle Kanne dort drüben reinzuhacken. Von der linken Aufschlagseite hämmerte ich den wohl schnellsten Aufschlag des Matches nach außen zu einem Ass: 7:6. Wende geschafft. Mut gezeigt; geht doch!

Im dritten Satz durfte ich nun wieder für den Sieg servieren. Mein Aufschlag kam - wie erhofft - und ich konnte aus eigener Kraft das Match für mich entscheiden. Tausend positive Gedanken hatte ich in diesem Moment. Nach außen hin war ich aber ruhig, denn es war ja "nur" ein Schritt Richtung Finale.

Wenn ich könnte, würde ich ein paar Zeilen zu den nächsten zwei Matches schreiben aber sie waren zum Glück so einseitig, dass ich es nicht muss. Das Halbfinale gewann ich mit 6:2 6:1. Das Finale konnte ich bei schönem Wetter und einstelliger Zuschauerzahl (bestehend aus Platzwarten und Schiedsrichtern, die nichts zu tun hatten) mit 6:0 6:1 für mich verbuchen.

Dies bedeutete meinen ersten Profititel im Einzel und einen großen Schub in der Weltrangliste. Auf dieser Ebene habe ich bis jetzt über 50 Turniere als Verlierer verlassen. Ein Gefühl der Erleichterung setzte ein, endlich einen Titel geholt zu haben. Gleichzeitig motivierte er mich, noch mehr zu erreichen. Für dieses Jahr nehme ich mir vor, über 20 Turniere zu spielen und unter den besten 500 der Welt zu stehen. Falls es was zu berichten gibt, lasse ich es euch wissen. Im Anschluss seht ihr die neue Preisgeldstruktur für das Jahr 2017.

Beste Grüße

Euer LoLo